Über uns

Wer wir sind

(Stand Februar 2016) Wir sind Bewohner aus der Quarantäne-Zone u.a. aus Neubiberg, Ottobrunn und Riemerling. In Neubiberg wurden nach Feststellung des ALB-Befalls im September 2014 und Fällungen von 30 Gehölzen mit ALB-Befallsmerkmalen durch das LfL im September 2014 und AELF im Oktober 2014, im März 2015 in einer ersten Fällaktion (NB II) ca. 400 Gehölze in der vom LfL ausgewiesenen 100m-Zone und damit auch in unseren Privatgärten gefällt. Aufgrund der dann an 30 Gehölzen gefundenen ALB-Befallsmerkmale wurde eine Ausweitung der 100m-Zone und damit weitere Gehölzfällungen seitens LfL verfügt. Diese Fällungen fanden im Juni/Juli 2015 statt (NB II). Dabei wurden ca. 500 Gehölze gefällt und an 5 Gehölzen ALB-Befallsmerkmale festgestellt, so dass seitens LfL eine dritte Fällaktion angeordnet wurde, die im September durchgeführt wurde (NB III). Es wurden hierbei weitere 180 Gehölze entnommen. Ein weiterer ALB-Befall wurde dabei nicht festgestellt, so dass die Fällmaßnahmen vorläufig beendet wurden. Wir finden dieses Vorgehen von LfL und AELF bei weitem überzogen und unangemessen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund des gefundenen ALB-Befalls, der in Neubiberg auch schon mindestens 10 Jahre alt ist. Hier ist noch einmal anzumerken, dass für die Behörden ein ALB-Befall eines Gehölzes vorliegt, „wenn an ihm mindestens ein, eindeutig dem ALB zuordenbares Befallsmerkmal (z.B. Eiablagestellen, Larvengänge, Nagespäne, Larven, Ausbohrlöcher) gefunden wird.“ Dabei spielt das Alter des Befallsmerkmals keine Rolle. Jedes Befundmerkmal wird quasi gleich behandelt. Findet man somit an einem Baum eine 10 Jahre alte Eiablagestelle, ist dies genauso zu werten wie der Fund einer lebenden Larve. Beides zählt gleichermaßen als ALB-Befall und für beide Fälle werden i.d.R. gleiche Maßnahmen getroffen: Fällung der betroffenen Bäume und Ausweisung einer 100m-Zone mit entsprechenden vorsorglichen Fällungen potentieller Wirtspflanzen. Alle veröffentlichten Befallszahlen seitens der LfL sind somit nur unter dieser o.a. Voraussetzung zu interpretieren. Eine Differenzierung und weitere Transparenz für ein abgestuftes Bekämpfungsvorgehen ist dringend erforderlich!

Unserer Ansicht nach ist die ALB-Ausrottungsstrategie von LfL, JKI und EU-Behörden generell zum Scheitern verurteilt, da diese nur durch die Mitarbeit der Bevölkerung in Form von Meldungen potenzieller ALB-Befallsfunde erfolgreich sein kann. Dies wiederum setzt aber die Akzeptanz der dann seitens LfL einzuleitenden Maßnahmen bei Bestätigung eines Verdachtsfalls voraus. Da diesen Maßnahmen aber in ihrer Radikalität und Irreversibilität – jetzt präventives Fällen von 16 Gehölzarten im Umkreis vom 100m um den Fundort! – mehrheitlich keine Zustimmung in der Bevölkerung finden, werden auch nicht alle Befallsfunde gemeldet und der ALB wird weiter Teil unserer Umwelt bleiben. Somit ist die Ausrottungsstrategie nicht mehr haltbar und sollte schnellsten ad acta gelegt werden!

Unsere Ziele

  • Keine Fällung von gesunden Bäumen
  • Bevor gefällt wird, Durchführung eines umfangreichen Monitorings
  • Stufenweises Vorgehen bei (akutem) ALB-Befall
  • Sensibilisierung der Bayerische Staatsregierung und der Bundesregierung für das ALB-Problem
  • Bereitstellung von adäquaten Forschungsmitteln zur Untersuchung und Entwicklung alternativer ALB-Bekämpfungsmethoden ohne Chemie
  • Schnelle Anpflanzung betroffener abgeholzter Gebiete und entsprechende finanzielle Unterstützung
  • Wirksame Präventionsmaßnahmen

Der ALB ist kein lokales Problem! Eine wirksame Bekämpfung erfordert überregionale Maßnahmen!                   

 

Lesen Sie sich die von uns zur Verfügung gestellten Informationen durch. Wenn Sie sich dann auch noch fragen …

  • Wann liegt eigentlich ein ALB-Befall vor?
  • Warum wird nicht zwischen einem akuten Befall (Larve und/oder Eier vorhanden) und einer alten ALB-Schädigung (nicht akut) unterschieden?
  • Was bedeutet, ein Baum ist geschädigt oder gar schwer geschädigt, im Zusammenhang mit dem ALB?
  • Welche direkte Gefahr geht eigentlich von einem Baum aus, der vor Jahren einmal vom ALB befallen war?
  • Warum ist der Fund einer einzigen ALB-Larve für das LfL Anlass genug, die Quarantänezone zu erweitern und weitere Fällungen anzuordnen?
  • Warum ist der ALB jetzt eine so große Gefahr, obwohl er doch schon seit ca. 10 Jahren in Neubiberg lebt?
  • Warum wurden selbst bei EINEM gefunden (alten) ALB-Einbohrloch ohne Ausbohrloch dutzende Bäume in der Umgebung (die, wie sich dann erwies, alle gesund waren) gefällt?
  • Warum sind Baumfällungen „alternativlos“?
  • Warum werden die Ursachen (Einfuhr von befallenem Verpackungsmaterial) weiterhin nicht effektiv bekämpft?

… dann sind Sie bei uns richtig. Wir suchen Mitstreiter – machen Sie mit!

Unterstützen Sie uns! Helfen Sie mit, unsere Gartenstadt Neubiberg vor weiteren Baumfällungen zu bewahren!

Fazit

  • Die EU-Bestimmung vom 9. Juni 2015 besagt, dass bei Fund auch nur eines ALB-Markmals – unabhängig von dessen Alter – mehr als 20 Baumarten (z.B. Bergahorn, Spitzahorn, Rotbuche, Birke usw.) ab 1cm Stammdurchmesser auf Staats- und Privatgrund im Umkreis von 100m gefällt werden müssen. Bayerische Fachbehörden haben im Prinzip kaum eine Möglichkeit das zu ändern.

  • Die BI unterstützt die langjährige EU-Politik der bayerischen Staatsregierung, die ein Mitspracherecht Bayerns bei der Umsetzung wichtiger EU-Entscheidungen einfordert, in diesem Fall aber unverständlicherweise noch nicht aktiv geworden ist. Sie fordert umgehend ein Mitspracherecht bayerischer Behörden bei der ALB-Bekämpfung, mit dem Ziel, dass nur akut befallene Bäume gefällt werden sollen.

  • Die Gefährlichkeit des ALB wird maßlos übertrieben dargestellt. Der Käfer kommt z.B. in Neubiberg seit mehr als 10 Jahren vor und hat hier noch keinen einzigen Baum so schwer geschädigt, dass dieser abgestorben ist.

  • Die Einfuhr des ALB aus Ost-Asien (China) ist lt. EU-Prüfern nicht zu verhindern (Quelle: EU-Kommission: Final Report of an Audit carried out in China from 18. – 28. June 2013).

  • Der ALB hat gemäß Auflistung der Münchner Entomologischen Gesellschaft in Bayern eine Fülle natürlicher Feinde. Wie mit vielen anderen eingeführter Pflanzen- und Tier-Arten können wir mit dem ALB leben.